Vantage Data Centers: Wegbereiter für biologische Vielfalt

In einer wegweisenden Partnerschaft haben Vantage Data Centers (Vantage) und Ramboll auf dem Lighthouse Campus in Port Washington, Lighthouse Campus in Port Washington, Wisconsin, einen neuen Maßstab für die Integration von Biodiversität in Rechenzentren gesetzt. Das Projekt nutzt die Americas Biodiversity Metric (ABM) von Ramboll und zeigt, wie innovative, wissenschaftlich fundierte Ansätze messbare ökologische Vorteile schaffen, ohne die betrieblichen Anforderungen zu beeinträchtigen.
Zusammenarbeit und Fachwissen
Von Beginn an zeichnete sich das Projekt durch eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Vantage Data Centers und Ramboll aus. Vantage engagiert sich dabei für langfristige Vorteile für Umwelt und Gemeinschaft – von einer positiven Wasserbilanz bis hin zur LEED-Zertifizierung des Lighthouse Campus. Ein zentrales Ziel ist zudem die Entwicklung eines Standortplans, der den Nettogewinn an biologischer Vielfalt (BNG) konsequent berücksichtigt.
Die führenden Biodiversitätsexperten von Ramboll wurden hinzugezogen, um mit quantitativen, wissenschaftlich fundierten Methoden die bisherigen Pläne zu bewerten. Anschließend arbeiteten sie eng mit Vantage zusammen, um eine Standortvision zu entwickeln, die ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen Zielen und ambitionierten ökologischen Ergebnissen schafft.
Dank dieser Partnerschaft konnten modernste wissenschaftliche Erkenntnisse zur biologischen Vielfalt in die Planung und Gestaltung des Standorts integriert werden – ein Ansatz, der nicht nur für den Lighthouse Campus gilt, sondern auch als Modell für zukünftige Projekte dient.
Der Entwicklungsstandort
Die Auswirkungen der Erschließung eines Standorts auf die biologische Vielfalt werden häufig unterschätzt. Dazu zählen negative Effekte auf wild lebende Tiere und lokale Gemeinschaften durch veränderte Flächennutzung, Habitatverlust sowie durch Lärm, Licht und andere Umweltbelastungen. Mit einer sorgfältigen Bewertung dieser Einflüsse und dem Einsatz naturnaher Lösungen lassen sich jedoch nicht nur negative Effekte deutlich reduzieren, sondern auch messbare Vorteile schaffen – Räume, in denen Unternehmen, biologische Vielfalt und lokale Gemeinschaften gleichermaßen gedeihen können.
Der Vantage Lighthouse Campus in Port Washington ist ein solches Beispiel. Früher landwirtschaftlich genutzt, kann intensive Nutzung die einheimischen Lebensräume beeinträchtigen und Auswirkungen auf Artenvielfalt, Boden- und Wasserqualität haben. Gleichzeitig eröffnet die sorgfältige Planung hier die Chance, bisher weniger hochwertige oder ungenutzte Flächen ökologisch aufzuwerten und neuen Lebensraum für Flora und Fauna zu schaffen.
Anwendung des Americas Biodiversity Metric
Die Americas Biodiversity Metric (ABM), das von Ramboll in Zusammenarbeit mit NatureServe entwickelt wurde, bietet einen robusten, habitatzentrierten Ansatz zur Quantifizierung von Auswirkungen auf die biologische Vielfalt sowie der Chancen zu deren Förderung. Mit Hilfe des ABM bewertete das Team den Ausgangszustand des Geländes und untersuchte verschiedene Entwicklungsszenarien – von Standardmaßnahmen mit überwiegend einheimischer Bepflanzung bis hin zu einem Gestaltungskonzept, das nahegelegene Referenzhabitate einbezieht, um ein deutliches Potenzial für die Förderung der Biodiversität zu erschließen.
Die Ergebnisse sprechen für sich: Während ein typisches Entwicklungsprojekt eine Steigerung des Nettogewinns an biologischer Vielfalt (BNG) von rund 10 % anstrebt, setzte sich Vantage für den Lighthouse Campus das ehrgeizige Ziel von 40 %. Ramboll bestätigte, dass dieses Ziel nicht nur ambitioniert, sondern auch erreichbar ist – durch ein Gestaltungskonzept, das einheimische Bepflanzung, die Schaffung von Graslandflächen sowie die Integration regional bedeutsamer Lebensräume kombiniert.
Informationen für eine naturverträgliche Entwicklung
Mit der Americas Biodiversity Metric (ABM) werden nicht nur die Auswirkungen gemessen, sondern aktiv der Planungsprozess gesteuert. Durch die Identifizierung von Gebieten mit hohem Naturschutzwert erkannte das Projektteam zahlreiche Möglichkeiten, die biologische Vielfalt gezielt zu fördern:
- Ersatz niedrigwertiger Lebensräume durch seltene, einheimische Ökosysteme.
- Aufwertung bestehender Feuchtgebiete und Wälder zur Stärkung der ökologischen Funktion.
- Integration von Bestäubergärten und Regenwasserelementen, die speziell auf die Förderung der Biodiversität ausgelegt sind.
- Schaffung einer vielfältigen ökologischen Zone, die sich in regionale Schutzgebiete einfügt und Zugvögel sowie Bestäuber wie die vom Aussterben bedrohte Rostfleckhummel unterstützt – mit Vorteilen für über 100 weitere einheimische Bienen-, Schmetterlings- und Vogelarten.
- Verbesserung des Freizeitangebots durch attraktive Landschaftselemente entlang des Ozaukee Interurban Trail.
Rambolls Arbeit hat außerdem eine Sammlung verfügbarer Optionen geschaffen, die in den Entwurfsprozess künftiger Entwicklungsstandorte einbezogen werden kann. Diese Optionen bieten regionale BNG-Entwürfe, die strukturell vielfältige und ökologisch bedeutende Lebensräume integrieren. Sie berücksichtigen lokale Prioritäten, nutzen biologische Vielfalt zur Lösung gemeinsamer Herausforderungen von Rechenzentren und ermöglichen die Umwandlung bislang wenig wertvoller Lebensräume in Flächen, die eine reiche Vegetations- und Tiergemeinschaft unterstützen.
Ein durchdachter, ortsbezogener Ansatz
Die von Ramboll vor Ort angewandte Methodik stellt sicher, dass jede Maßnahme auf die einzigartigen Merkmale des Standorts und den regionalen Kontext abgestimmt ist. Das Entwurfskonzept orientiert sich an lokalen Referenzhabitaten, setzt bevorzugt einheimische Arten ein und berücksichtigt die Prioritäten der Gemeinde und der Behörden. Naturnahe Lösungen – wie etwa begrünte Bermen als Sicht- und Lärmschutz – tragen dazu bei, die Auswirkungen auf Tierwelt und Nachbarschaft zu minimieren und gleichzeitig den ökologischen Wert des Standorts zu steigern.
Emily Backus, Leiterin der Abteilung Nachhaltigkeit bei Vantage Nordamerika, betont: "Wir sind uns der Verbindung unseres Campus mit dem breiteren Ökosystem des südöstlichen Wisconsin bewusst. Unsere Bemühungen um einen Nettogewinn an biologischer Vielfalt sind Teil unseres umfassenden Engagements, diese Verbindung zu stärken, indem wir natürliche, einheimische Landschaften auf dem gesamten Campus erhalten, in denen Flora und Fauna gedeihen können."
Dauerhafter Wert
Der Ansatz, der in diesem Projekt angewendet wurde, ermöglicht es, Gewinne und Verluste an biologischer Vielfalt auf dem Lighthouse Campus kontinuierlich zu verfolgen. Er zeigt, dass die Berücksichtigung von Biodiversitätsaspekten bei Standortauswahl und -gestaltung nicht nur machbar ist, sondern auch erhebliche ökologische Vorteile bietet. Solche Verfahren können in die besten Managementpraktiken integriert werden, um künftige Standortentscheidungen zu steuern und letztlich die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt im gesamten Portfolio von Vantage zu minimieren – oder sogar positive Effekte zu erzielen.
Ressourcen-Links:
Wichtigste Ergebnisse
- Quantifizierte, wissenschaftlich fundierte Möglichkeiten zur Steigerung des Nettogewinns an biologischer Vielfalt.
- Konzeptionelle Wiederherstellungspläne für seltene und regional bedeutsame Lebensräume.
- Verbesserte Konnektivität für Wildtiere sowie neue Möglichkeiten zur Einbindung der lokalen Gemeinschaft.
- Skalierbarer Ansatz, der sich auf zukünftige Entwicklungsprojekte übertragen lässt.
Nettogewinn der biologischen Vielfalt in Zahlen
- : 10%
Häufig verwendete Zielvorgabe für den Nettogewinn an biologischer Vielfalt bei großen Bauprojekten
- : 40%
Das Ziel von Vantage für den Nettogewinn an biologischer Vielfalt auf dem Lighthouse Campus
- : 100
weitere einheimische Arten profitieren von der Wiederherstellung und Aufwertung von Lebensräumen für die vom Aussterben bedrohte Rostfleckhummel
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Emily Weissinger
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Environment & Health
Dan Rockefeller
Managing Consultant
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