Vom Kohlekraftwerk zum klimafreundlichen Rechen- und Technologiezentrum

Ramboll wurde von TeraWulf als Partner ausgewählt, um die Brownfield-to-Compute-Transformation für eines der größten KI- und High-Performance-Computing-Projekte in den USA voranzutreiben.
Data centre

Die digitale Wirtschaft expandiert mit beispiellosem Tempo. Die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI) und anderen Spitzentechnologien verändert die Branchen und treibt die Entwicklung von Rechenzentren weltweit voran. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, bedarf es einer fortschrittlichen Infrastruktur, die nachhaltig, resilient und skalierbar ist.

TeraWulf ist ein führendes Unternehmen im Bereich Mining und digitale Infrastruktur und entwickelt, betreibt sowie wartet hochmoderne Rechenzentren in den USA. Ramboll wurde mit der Sanierung des Lake Mariner-Campus im Westen New Yorks beauftragt und stärkt damit seine Position als zentraler Partner für anspruchsvolle Rechenzentrumsprojekte.

Das Projekt umfasst die jüngste Erweiterung von TeraWulf am Lake Mariner-Campus, Gebäude CB-5 mit einer Leistung von 160 MW, und erhöht die vertraglich vereinbarte Gesamtkapazität auf über 360 MW. Dieses Wachstum wird durch eine Investition von Google in Höhe von 3,2 Milliarden US-Dollar sowie eine 14-prozentige Kapitalbeteiligung unterstützt. Fluidstack fungiert im Rahmen eines mehrjährigen Colocation-Vertrags als Hauptmieter für AI- und HPC-Kapazitäten.

Der Standort verfügt über zwei 345-kV-Übertragungsleitungen sowie Glasfaseranbindungen mit geringer Latenz. Durch die Wiederverwendung bestehender Leitungen und der industriellen Infrastruktur des ehemaligen Kohlekraftwerks wird eine Neuentwicklung auf der grünen Wiese vermieden. Der Campus ist an ein kohlenstoffarmes Stromnetz angebunden, das überwiegend aus Kern- und Wasserkraft gespeist wird, während der Anteil erneuerbarer Energien kontinuierlich ausgebaut wird. Auf dem gesamten Campus kommen moderne Kühltechnologien zum Einsatz – darunter direkt flüssigkeitsgekühlte GPU-Server sowie geschlossene Glykolsysteme –, die den Energie- und Wasserverbrauch signifikant senken.

Als Hauptpartner steuert Ramboll den effizienten und nachhaltigen Einsatz dieser Technologien und gewährleistet die Einhaltung strenger Gemeinschaftsstandards, einschließlich Lärmschutz und Wassermanagement.

Zwei Standorte für nachhaltiges Wachstum

TeraWulf plant eine parallele Erweiterung am Standort Cayuga in Lansing, New York, USA, mit einem 80-Jahres-Pachtvertrag über rund 183 Acres und einer Kapazität von bis zu 400 MW, von denen etwa 138 MW in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 in Betrieb gehen sollen. Der Standort verfügt über eine umfangreiche bestehende Infrastruktur und einen überwiegend kohlenstofffreien Strommix. Ramboll wird sein End-to-End-Projektabwicklungsmodell auch auf Cayuga anwenden.

Während die Bauphasen weiter an Dynamik gewinnen, arbeiten die Teams von Ramboll weiterhin eng mit TeraWulf zusammen, um die kritischen Liefermeilensteine bis 2026 zu erreichen und die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens zu unterstützen – einschließlich der Nutzung von Solarenergie vor Ort als ergänzende Energiequelle.

"Diese Partnerschaft verdeutlicht, wie Ramboll gemeinsam mit seinen Kunden ehrgeizige, groß angelegte Ziele erreicht und gleichzeitig die Vorteile nachhaltiger Infrastruktur maximiert. Das Engagement und die bedeutende Investition von TeraWulf werden die technologische Entwicklung beschleunigen und das Wachstum des verarbeitenden Gewerbes in Nordamerika weiter vorantreiben. Wir sind stolz darauf, unser umfassendes Fachwissen in diesem Sektor sowie unsere Engineering- und Projektmanagementkompetenzen in ein so transformatives Programm einzubringen."

Jack Bell
Senior Director for Energy (Americas), Ramboll