Pirhuset: Neues Design für einen lebendigen Wandel in Stockholm

Der ehemalige Industriehafen Värtahamnen wird in eine lebendige Mischung aus Büroflächen und nachhaltigem Wohnraum umgewandelt. Das Pirhuset fungiert dabei als Wahrzeichen und treibt die Neugestaltung des Stockholmer Hafenviertels voran, wobei es einen globalen Maßstab für nachhaltige Stadtentwicklung setzt.
Pirhuset urban development project

Das Pirhuset in Stockholm, Schweden, ist ein 55 000 Quadratmeter großes und 100 Meter hohes Bürogebäude, das sich auf ein 24- und ein 10-stöckiges Gebäude mit einem gemeinsamen 2-geschossigen Untergeschoss verteilt. Das an einem neuen Kai gelegene Pirhuset wird nach seiner Fertigstellung im Jahr 2028 zu einem Wahrzeichen für die Ankunft von Kreuzfahrtschiffen in Stockholm werden. Als eines der größten Stadtumbauprojekte der Stadt steht es beispielhaft für den weltweiten Trend, ehemalige Industriegebiete in lebendige, nachhaltige Stadtviertel umzuwandeln.

In Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Partner Bonnier Fastigheter leiten wir den Planungsprozess mit einem starken Fokus auf Dekarbonisierung und erbringen bauliche und geotechnische Ingenieurleistungen, die den weltweiten Nachhaltigkeitsstandards entsprechen.

Erreichen einer klimaneutralen CO₂-Bilanz

Die Expert:innen von Ramboll haben daran gearbeitet, den CO₂-Fußabdruck des Pirhuset deutlich zu reduzieren, wobei der Fokus auf der Erreichung einer Netto-Null-CO₂-Bilanz lag. Gleichzeitig wurden die strengen Stockholmer Nachhaltigkeitsstandards eingehalten und die Anforderungen der EU-Taxonomie erfüllt. In Zusammenarbeit mit dem Kunden und auf Basis detaillierter Analysen schlug Ramboll eine kohlenstoffarme Holz-Hybridstruktur für das 10-stöckige Gebäude sowie einen materialeffizienten Rahmen für das Hochhaus vor.

Das Pirhuset fungiert zudem als Schallpuffer für die neue Bebauung im Süden und reduziert den Lärm großer Schiffe. Das Gebäude überzeugt durch hohe Energieeffizienz, Sonnenkollektoren, begrünte Terrassen und ein Gründach mit natürlichem Küstenbiotop.

Um die Grenzen des kohlenstoffarmen Hochhausbaus zu erweitern, initiierte Ramboll einen Windkanaltest. Dieser berücksichtigte die einzigartige Form des Gebäudes und das unterschiedliche Gelände, um die Windbelastung präzise zu modellieren. Das Ergebnis ermöglichte die Optimierung des Stabilitätssystems, wodurch Betonverbrauch und Anzahl der Felsanker reduziert wurden.

Das Projekt ist Teil eines ehrgeizigen Langzeitvorhabens, den Stockholmer Südhafen in den weltweit ersten klimapositiven Stadtteil zu verwandeln – ein Vorbild für zukünftige, lebendige und integrative Stadtentwicklungen, in denen Mensch und Natur sich gleichermaßen entwickeln.

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Ramboll ist ein globales Architektur-, Ingenieur- und Beratungsunternehmen und deutschlandweit an mehreren Standorten vertreten.

Ian Lund Rockliffe

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Sanna Turina

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