Debbie Spillane, Martin Zoffmann

1. Dezember 2025

Widerstandsfähige städtische Hafengebiete: Strategien zur Klimaanpassung

Wie können wir mehr Natur in unsere Städte bringen und gleichzeitig widerstandsfähige, nachhaltige Gemeinschaften entlang der städtischen Wasserfront gestalten? Kann genau diese Natur uns schützen und städtische Gebiete sichern – statt auf noch mehr harte Infrastruktur zu setzen? Diese und weitere Fragen greift eine neue Publikation auf und liefert praxisnahe Antworten.

Leben an der Küste
Publikation Reimagining Urban Waterfronts for Resilience (englisch)
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Im Laufe der Geschichte haben sich Menschen am Wasser versammelt, angezogen von der Aussicht auf Verbindung und Wohlstand. Diese Uferzonen entwickelten sich zu zentralen Orten für Handel, Erholung und kulturelle Identität. Doch steigende Meeresspiegel, Starkregenereignisse und veraltete Infrastrukturen verändern die städtischen Uferbereiche. Angesichts dieser Herausforderungen müssen wir uns fragen: Wie können wir lernen, mit dem Wasser zu leben?

Die Grenzen der traditionellen Resilienz von Hafengebieten

Jahrzehntelang verlief die Reaktion auf steigende Wasserstände vor allem defensiv: Städte errichteten höhere Mauern, stärkere Barrieren und komplexere Systeme, um das Wasser fernzuhalten. Herkömmliche Küstenanpassungsstrategien sind jedoch oft nicht in der Lage, die langfristige Widerstandsfähigkeit städtischer Küstengebiete zu sichern. Die Gründe dafür sind unter anderem:

  • Beeinträchtigung der ökologischen Gesundheit
  • Verkleinerung des öffentlichen Raums
  • Schaffung einer Trennungslinie zwischen Mensch und Wasser
Umstellung auf widerstandsfähige Uferstrategien und naturnahe Gestaltung

Heute zeichnet sich ein stiller, aber tiefgreifender Wandel ab. Weltweit entwirft eine neue Generation von Stadtplanern, Ingenieuren und Designern ein neues Verständnis davon, mit Wasser zu leben. Wasser wird nicht länger nur als Bedrohung betrachtet, sondern als Katalysator für Regeneration.

Zu den aufkommenden Strategien gehören:

  • Anpassungsfähige Architektur und Hochwasserschutzdesign
  • Naturbasierte Resilienzstrategien, die Ökosysteme wiederherstellen und stärken
  • Integration von öffentlichem Raum, der sowohl der Gemeinschaft als auch der biologischen Vielfalt zugutekommt

Unsere neue Publikation Reimagining Urban Waterfronts for Resilience wurde in Zusammenarbeit mit BOGL, einem preisgekrönten Architekturbüro, entwickelt. Der Leitfaden bietet Expertenwissen und praxisnahe Strategien für widerstandsfähige Hafengebiete. Er dient als Ausgangspunkt für Diskussionen, indem er drei zentrale Ziele und vier flexible Strategien für die Resilienz urbaner Wasserfronten aufzeigt.

Die Insel Amager und Strategien für ein widerstandsfähiges Hafenviertel

Um die Vision resilienter städtischer Wasserfronten greifbar zu machen, richtet sich der Blick auf Kopenhagen, insbesondere auf die Ostküste der Insel Amager, die als Fallstudie dient. Südlich des Stadtzentrums gelegen, handelt es sich um ein niedrig gelegenes, dicht bebautes Gebiet, in dem urbanes Leben auf eine empfindliche Küstenlinie trifft. Die Studie untersucht anhand vorgeschlagener Strategien, wie ein Gebiet, das durch Landgewinnung geprägt und reich an städtischen, kulturellen und natürlichen Werten ist, auf Meeresspiegelanstieg und Sturmfluten reagieren kann. Amager zeigt eindrucksvoll, wie regenerative, widerstandsfähige Wasserfronten in der Stadt der Zukunft gestaltet werden können.

Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Städten durch naturnahe Strategien am Wasser

Die Widerstandsfähigkeit von Städten hängt letztlich davon ab, wie wir Menschen, Infrastruktur und Ökosysteme wieder miteinander verbinden, welche Strukturen wir bauen oder wiederherstellen und welche wir schützen.

Wasser wird unsere Städte weiterhin prägen. Die entscheidende Frage lautet: Können wir im Gegenzug unsere Beziehung zum Wasser aktiv gestalten? Gelingt dies, können städtische Wasserflächen der Zukunft zu lebendigen Beispielen dafür werden, wie Mensch und Natur wieder im Einklang miteinander agieren.

Die Publikation Reimagining Urban Waterfronts for Resilience behandelt diese Vision ausführlich und lädt dazu ein, sich an der laufenden Diskussion zu beteiligen, Fragen zu stellen und neue Perspektiven mit uns zu erkunden.

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  • Christian Nyerup Nielsen

    Global Service Line Director, Water Climate Adaptation

    Christian Nyerup Nielsen
  • Neil Hugh Mclean Goring

    Senior Water and Climate Expert in Integrated Design

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    Neil Hugh Mclean Goring
  • Nicholas Davine

    Consultant

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