Signe Kongebro

20. Oktober 2025

The Copenhagen Way: Europas Zukunft mit widerstandsfähigen Städten gestalten

Die dänische Hauptstadt ist ein herausragendes Beispiel für erfolgreichen, widerstandsfähigen Wandel. Ein aktueller Bericht von Ramboll, BLOXHUB und Urban Partners betont, dass Städte zu zentralen Motoren eines widerstandsfähigen, wettbewerbsfähigen und integrativen Europas werden sollten. Gleichzeitig teilt der Bericht die Erkenntnisse aus Kopenhagens Transformation, um andere Städte zu inspirieren.

Copenhagen in summer

Europa steht an einem Scheideweg. Vom Klimawandel bis hin zu demografischen Veränderungen, Migration und wachsender Ungleichheit steht der Kontinent vor miteinander verknüpften Herausforderungen, die keine Nation allein lösen kann. Doch die Geschichte erinnert uns daran, dass Fortschritt oft aus Störungen hervorgeht. Die Frage ist nicht, ob Europa sich anpassen kann, sondern wie.

Bei Ramboll glauben wir, dass die Antwort in den Städten Europas liegt. Städtische Gebiete sind mehr als Ansammlungen von Gebäuden, Infrastruktur und Dienstleistungen. Sie sind lebendige Systeme, die über 70 Prozent des europäischen BIP erwirtschaften und in denen mehr als drei Viertel der europäischen Bevölkerung leben. Sie sind der Ort, an dem Schwachstellen und Chancen zusammentreffen, an dem Innovationen Fuß fassen und an dem Veränderungen am schnellsten umgesetzt werden können. Wir glauben, dass die Zukunft Europas in seinen Städten entschieden wird, und wir glauben auch, dass wir uns ein besseres Leben für die dort lebenden Menschen vorstellen und schaffen können.

Diese Überzeugung hat Ramboll dazu veranlasst, sich mit BLOXHUB und Urban Partners zusammenzutun, um einen Beitrag zu The Copenhagen Way zu leisten. Der Bericht soll andere Städte dazu inspirieren, dem Beispiel Kopenhagens zu folgen und Europa in eine widerstandsfähigere Zukunft zu führen.

Warum Städte wichtig sind

Städte stehen an vorderster Front, wenn es um Europas Resilienz geht. Wenn Systeme versagen, sind Städte die ersten, die die Auswirkungen zu spüren bekommen, seien es überflutete Straßen und überhitzte Häuser oder soziale Ungleichheit und wirtschaftliche Störungen. Die Komplexität, die sie verwundbar macht, macht sie aber auch stark. Wenn ein System gestärkt wird, kann dies Auswirkungen auf andere haben. Bessere Wohnverhältnisse können die Gesundheit verbessern, zugängliche Verkehrsmittel können die Eingliederung fördern, und grüne Infrastrukturen können die biologische Vielfalt verbessern und gleichzeitig die städtischen Gebiete kühlen.

Städte können jedoch nicht als isolierte Einheiten behandelt werden. Wohnen, Gesundheit, Energie, Mobilität, Bildung und digitale Netze sind eng miteinander verknüpft. Der Aufbau von Resilienz bedeutet, dass Städte als ganzheitliche Systeme konzipiert und verwaltet werden, in denen Investitionen in einem Bereich einen Mehrwert für viele andere Bereiche schaffen. Dieser systemische Ansatz ist die Grundlage für urbane Resilienz, und Europa muss sich diesen Ansatz zu eigen machen.

Lehren aus Kopenhagen

Am Beispiel Kopenhagens lässt sich viel lernen. Noch vor drei Jahrzehnten stand die dänische Hauptstadt am Rande des Bankrotts. Heute zählt sie durchweg zu den lebenswertesten und nachhaltigsten Städten der Welt. Der Wandel wurde nicht durch schnelle Lösungen oder isolierte Vorzeigeprojekte erreicht, sondern durch langfristige, sektorübergreifende Zusammenarbeit, bei der die Stadt als integriertes System betrachtet wurde.

Strategische Planung, adaptive Governance und eine bündnisorientierte Praxis waren der Schlüssel zu diesem Erfolg. Öffentliche Einrichtungen, private Investoren und zivilgesellschaftliche Organisationen arbeiteten zusammen, um den Hafen zu sanieren, grüne Mobilitätsnetze zu schaffen und die Klimaanpassung in die Stadtplanung einzubeziehen. Pensionsfonds halfen bei der Finanzierung von Infrastrukturen, die sowohl den Bürgern als auch der nationalen Wirtschaft zugute kommen. Versorgungsunternehmen kofinanzierten Projekte, die einen größeren sozialen Nutzen bringen. In jedem Fall war die Zusammenarbeit der Katalysator für den Fortschritt.

Kopenhagens Weg beweist, dass eine urbane Transformation innerhalb einer Generation möglich ist und dass sie in allen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Dimensionen Werte schaffen kann. Der Ansatz der Stadt hat Resilienz greifbar, messbar und skalierbar gemacht. Kopenhagen selbst muss sich jedoch weiter anpassen. Die Erschwinglichkeit von Wohnraum, der Druck des Klimawandels und der soziale Zusammenhalt bleiben dringende Herausforderungen. Der Erfolg der Stadt ist keine Blaupause, sondern ein lebendiges Modell, das sich mit den veränderten Bedingungen weiterentwickeln muss.

The Copenhagen Way

Im Kopenhagener Weg werden sechs Kernelemente genannt, die den Erfolg der Stadt untermauern und die für Städte in ganz Europa als Leitfaden dienen können:

  1. Anpassungsfähigkeit - eine Kultur des Lernens und der Flexibilität, die es der Stadt ermöglicht, sich mit den sich ändernden Bedürfnissen weiterzuentwickeln.
  2. Langfristige strategische Planung - Verknüpfung von Vision und Umsetzung durch kohärente, sektorübergreifende Rahmenwerke.
  3. Systemische Innovation - Verankerung von Experimenten und finanzieller Innovation in der DNA der Stadt.
  4. Ganzheitliches Investitionsdenken - Finanzmittel als Ermöglicher gemeinsamer Wertschöpfung behandeln, nicht als Hindernis.
  5. Bündnisorientierte Praxis - Aufbau von Partnerschaften zwischen öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteuren.
  6. Stadtgestaltung als Kultur - Einbettung von Kreativität und Identität in die Struktur der Entwicklung.

Diese Grundsätze sind nicht nur in Kopenhagen zu finden. Sie sind übertragbare Instrumente, die an verschiedene Kontexte in Europa und darüber hinaus angepasst werden können. Sie zeigen, dass Resilienz nicht ein einzelnes Projekt oder eine einzelne Politik ist. Kurz gesagt, Resilienz ist eine Denkweise, eine langfristige Verpflichtung zur Gestaltung von Vernetzung, Anpassungsfähigkeit und Einbeziehung.

Der Beitrag von Ramboll

Für Ramboll war der Beitrag zum Copenhagen Way eine natürliche Erweiterung unserer Ziele. Als nordisches Ingenieur-, Architektur- und Beratungsunternehmen sind wir der Meinung, dass die Resilienz in die Systeme und Strukturen, die die Gesellschaft unterstützen, integriert werden muss. Unsere Arbeit in den Bereichen Stadtentwicklung, Verkehr, Energie, Wasser und Umwelt ermöglicht es uns, Resilienz in integrierte, praktische Lösungen umzusetzen.

"Die Teilnahme an dieser Initiative mit BLOXHUB und Urban Partners spiegelt unsere Überzeugung wider, dass die Zusammenarbeit der einzige Weg ist, um komplexe, grenzüberschreitende Herausforderungen zu bewältigen. Indem wir fundiertes technisches Fachwissen mit menschenzentriertem Design kombinieren, können wir Städten helfen, ihre Anpassungsfähigkeit zu stärken und klimatische und soziale Risiken in Chancen für Regeneration und Wachstum zu verwandeln."

Signe Kongebro
Global Director, Future Resilient Design, Ramboll

Als Ingenieure, Planer und Designer erleben wir täglich, wie die richtigen Rahmenbedingungen Ambitionen in greifbare Ergebnisse verwandeln. Die Lehren aus Kopenhagen sind dabei nicht nur für Dänemark relevant, sondern für jede Stadt, die ein Gleichgewicht zwischen Nachhaltigkeit und Lebensqualität, Wachstum und Integration sowie Innovation und Vertrauen anstrebt.

Genau aus diesem Grund arbeitet Ramboll eng mit europäischen Städten, Organisationen und Unternehmen zusammen, um gemeinsam zu erkunden, wie bessere Städte gestaltet werden können. In einer Reihe von Dialogformaten in ganz Europa bringt Ramboll Planer, Investoren und Innovatoren zusammen, um Wege zu diskutieren, wie Städte den Übergang zu Resilienz, Inklusivität und Wettbewerbsfähigkeit beschleunigen können.

Auf dem Weg zu einer widerstandsfähigeren Zukunft

Die Entscheidungen, die heute in den Städten getroffen werden, werden darüber entscheiden, ob Europa in den kommenden Jahren lebenswert, wettbewerbsfähig und solidarisch bleiben kann. Indem wir von Städten wie Kopenhagen lernen und diese Lehren gemeinsam anwenden, kann Europa von der Fragmentierung zum Zusammenhalt übergehen, von kurzfristigen Lösungen zu langfristiger Widerstandsfähigkeit.

Wir verstehen dies sowohl als Verantwortung als auch als Chance – und wollen dazu beitragen, Städte zu gestalten, die zukunftsfähig und auf kommende Herausforderungen bestens vorbereitet sind.

Lesen Sie das vollständige White Paper " The Copenhagen Way", um zu erfahren, wie europäische Städte den systemischen Wandel und den gemeinsamen Wohlstand vorantreiben können.

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  • Signe Kongebro

    Global Director, Future Resilient Design

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