Doppelte Wesentlichkeit & Risikomanagementintegration für ein globales Getränkeunternehmen
Unternehmen, die in Europa tätig sind, sehen sich zunehmend mit Vorschriften konfrontiert, die sie zu mehr Transparenz im Bereich der Nachhaltigkeit verpflichten. So sollen Investoren und andere Interessengruppen die Möglichkeit erhalten, fundierte Entscheidungen zu treffen. Den Vorschriften und den Anforderungen der Interessengruppen gerecht zu werden, ist nach wie vor kompliziert.
Unser Kunde, ein Unternehmen mit Hauptsitz in der EU und Niederlassungen weltweit, muss EU-weite Vorschriften wie die CSRD einhalten. Dazu gehört auch die Verpflichtung, seine Stakeholder über wesentliche Nachhaltigkeitsfragen zu informieren.
Der Getränkehersteller wandte sich an Ramboll, da er einen erstklassigen Partner für die Implementierung der CSRD suchte, der ihm bei der Einhaltung der Vorschriften hilft und ihm gleichzeitig praktische, strategische und technische Unterstützung für die zehn europäischen Nachhaltigkeitsberichtsstandards (ESRS) bietet. Die technische Plattform von Ramboll war der Schlüssel zur erfolgreichen Projektdurchführung.
Doppelte Wesentlichkeit als Managementinstrument
Im Rahmen des DMA-Prozesses fanden eine Reihe von Workshops zu allen ESRS-Standards mit Vertretern des oberen Managements und der Geschäftsbereiche statt. Dabei wurden Themen wie Klima, biologische Vielfalt, Wasser, eigene Mitarbeiter und Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette behandelt. Mithilfe der starken technischen Plattform von Ramboll konnten wir Einblicke in die Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette gewinnen und eine detaillierte Bewertung der identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen durchführen. Die Workshops mit dem oberen Management ermöglichten es, die DMA auf aktuelle Initiativen und priorisierte Maßnahmen zu stützen.
Nach Abschluss des Projekts wurde deutlich, dass die Ergebnisse des DMA von der Unternehmensleitung genutzt werden können, um Investitionen zu steuern, die schwerwiegendsten Auswirkungen zu mindern und die identifizierten Chancen zu nutzen. Wir empfahlen daher, den DMA-Prozess in die bestehenden Risikomanagement- und Strategieprozesse zu integrieren, um eine einheitliche Sicht auf Auswirkungen, Risiken und Chancen zu erhalten.
Zusammenführung von finanzieller Wesentlichkeit und klassischem Risikomanagement
Um die bestehenden Risiko- und Strategieprozesse für die DMA nutzen zu können, ist es entscheidend, dieselben finanziellen Wesentlichkeitsschwellen anzuwenden. Nur so ist ein aussagekräftiger Vergleich von Risiken und Chancen möglich. In Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung des Kunden hat Ramboll Schwellenwerte für den finanziellen Wesentlichkeitsteil des DMA entwickelt und dabei Vertreter aus den Bereichen Risikomanagement, Finanzen, Rechnungswesen, interne Kontrollen und Nachhaltigkeit einbezogen. Entstanden ist ein Management-Tool, mit dem sich Investitionsrisiken und -chancen im Bereich Nachhaltigkeit direkt mit klassischen Geschäftsfaktoren vergleichen lassen.
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CSRD-Leitlinien und doppelte Wesentlichkeitsbewertung für IFU
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Mads Østerby
Market Director, Local Service Practice Lead Sustainable Consulting & ESG
Management Consulting
Patrick Moloney
Global Director, Sustainability Consulting & ESG
Management Consulting